In einem Erhöhungsschreiben heißt es "Unsere Prozesse ... werden mit den sicherheits- und umwelttechnischen Rahmenbedingungen fast monatlich kostenintensiver ..." Blanke Verkäuferrhetorik.
Fakten auf den Tisch
Lieferanten arbeiten gerne mit Pseudo-Begründungen und Halbwahrheiten. Wenn sie es ehrlich meinten, dann würden sie die Karten freiwillig offen auf den Tisch legen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Tarnen, täuschen und verheimlichen – so verhält sich die Masse.
Tipp: Machen Sie das Akzeptieren von (teilweisen) Preiserhöhungen ab sofort davon abhängig, ob und wie tief der Lieferant Ihnen Einblick in seine Kalkulation gewährt. Keine klaren Belege – keine Preiserhöhung. Ganz einfach.
Der „gläserne Lieferant“
Das Zauberwort heißt „Kostentransparenz“. Das neue Paradigma der Beschaffung. Es gibt nur 2 Fälle, in denen wir eine Preissteigerung akzeptieren:
1. Wir erhalten vom Lieferanten Mehrleistungen, die es wert sind, ein paar Prozente mehr zu bezahlen.
2. Der Lieferant kann uns schlüssig belegen, dass er die interne Kostensteigerung nicht völlig verhindern konnte.
Wir klauen hier bei den Juristen. Wer etwas will (vor Gericht), der muss es auch beweisen.
Wichtig: Global Sourcing ist nicht das neue Paradigma in der Beschaffung – auch wenn das viele glauben. Den „Fernhandel“ gibt es schon seit hunderten von Jahren. Importgeschäfte sind die Normalität – keineswegs etwas Neues.